Wir können unseren Namen tanzen, aber...

"... dass Reutlingen, wie viele andere Kommunen auch, in Zeiten der Finanzkrise seine freiwilligen Zuschüsse zurückzieht und darauf verweist, dass das Land zuständig sei. (Ich) höre, wie Eltern und Kinder sich aufregen, dass ihre Schule im Rathaus mit der Reutlinger Eishalle verglichen würde, der man ebenfalls die Zuschüsse gestrichen habe. Ob denn eine Eishalle dasselbe sei wie eine Bildungseinrichtung..."

[ Reutlinger Wochenblatt vom 23. März 2010 ]


Das war die Demo am 23.03.2010 - toll, dass ihr alle da wart!

Demo 23 01

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Nachtragshaushalt / Unterschriftenaktion 2010

Die Schüler der Freien Georgenschule haben für den Erhalt ihrer städtischen Zuschüsse Unterschriften gesammelt. Die Übergabe im Rathaus an Bürgermeister Robert Hahn ist morgen um 14.00 Uhr.

Die Schüler, Eltern und Lehrer der Freien Georgenschule appellieren vor der entscheidenden Sitzung des Gemeinderates der Stadt Reutlingen nochmals an die Politiker von der Streichung der Zuschüsse für ihre Schule abzusehen. Rund 3.500
Unterschriften unterstreichen nochmals eindrucksvoll die Bitte der
Schulgemeinschaft an die Bürgervertreter.

Der Druck, der von der aktuellen Steuerpolitik des Bundes und der Länder auf die städtischen Kassen ausgeht, darf nicht zu Lasten der Reutlinger Schüler ausgeglichen werden. Keinem Kind darf aus finanziellen Gründen der Besuch einer Schule in Freier Trägerschaft verwehrt bleiben. So will es das Grundgesetz unseres Landes.

„Wer Verantwortung für die Zukunft Reutlingens und der Region hat, muss - gerade in schwierigen Zeiten – andere Prioritäten setzen und darf niemals an der Bildung unserer Jugend, die unser aller Zukunft bedeutet, sparen“, heißt es im Vorspann der Unterschriftenlisten.

Robert Manger
Reutlingen, 29. März 2010

Streichen und Kürzen
bei Bildung, Kultur, Sport und Sozialem?

Vorstände, Mitarbeiter, Ehrenamtliche und Eltern von sechzehn freien Trägern aus den Bereichen Bildung, Kultur, Soziales und Sport sowie zwei Vertreter der großen Wohlfahrtsverbände versammelten sich am Freitagabend auf Einladung der Grünen/Unabhängigen im Rathaus, um sich über die Folgen der Streichungen und Kürzungen im Nachtragshaushalt 2010 auszutauschen.

Die Teilnehmer verurteilten die geplanten Maßnahmen der Stadtverwaltung wie z.B. die Streichung des Zuschusses für die Freie Georgenschule und die Erhöhung der Besuchsgelder für die Reutlinger Kindertageseinrichtungen als falsche Prioritätensetzung. „Wer glaubt, auf Kosten von Kindern, Schülern und Familien den Stadthaushalt sanieren zu können, versteht nicht worauf unser Gemeinwesen aufbaut.“

Unisono wurde davor gewarnt, bei den anstehenden Beratungen für den nächsten Doppelhaushalt noch weitere Qualitätsmerkmale unseres Erziehungs-, Bildungs- und Sozialwesens einer verfehlten Finanz- und Haushaltspolitik zu opfern. So werde das Vertrauen von Eltern, Erziehern und Kindern unserer Stadt endgültig verspielt, befürchten die freien Träger.

Auf Kritik stieß auch die Vorgehensweise der Stadt im Umgang mit den freien Trägern, die im Vorfeld nicht ausreichend informiert wurden und die Zuschüsse im laufenden Haushalt bereits eingeplant hatten. Auch gibt es bisher kein Angebot zur Wiedererlangung gekürzter Zuschüsse.

Die Vertreter von Kleinkindeinrichtungen, Kindergärten, Schulen, Selbsthilfegruppen, Kultur- und Behinderteneinrichtungen berichteten eindrucksvoll darüber, wie sie durch effizientes und sparsames Wirtschaften, verbunden mit einem hohen ehrenamtlichen Engagement, der Stadt Reutlingen Jahr für Jahr Hunderttausende Euro an Ausgaben ersparen. Umso unverständlicher ist es, wenn die Stadt ausgerechnet bei Einrichtungen kürzen will, die mit einer relativ geringen jährlichen Förderung regelmäßig große Einspareffekte für die öffentlichen Kassen erzielen. Warum ist die Stadtverwaltung in dieser ernsten Haushaltslage nicht bereit, bei ihrem millionenschweren Stadthallenbau, der zudem unkalkulierbare Risiken für die zukünftigen Verwaltungshaushalte beinhaltet, eine Denkpause einzulegen, fragten sich die Teilnehmer der Runde.

An die Mitglieder der Grünen erging der dringende Appell, in den kommenden Beratungen und Abstimmungen die Streichungs- und Kürzungspläne zurückzuweisen und die Verantwortlichen an jene Streichposten im Vermögenshaushalt zu erinnern, mit denen die gewünschten Haushaltseffekte nachhaltig erzielt werden können, ohne die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen zu gefährden.

24.03.2010 Verfasser:
Arbeitskreis der Kleinkindergruppen Reutlingen e.V.
Elternbeiratsvorsitzende Kinderhaus Friedrich-Ebert-Straße
und Kleinkindergarten Wichtelstube e.V.
Freie Georgenschule Reutlingen
Waldkindergarten Reutlingen – Waldwichtel e.V., sowie betroffene Eltern.

Nachtragshaushalt 2010 / Unterschriftenaktion

Presse-Echo:

Demo-Lied: Wir brauchen Geld, Frau Bosch!