Klarstellungen zum Vorurteil, die Freie Georgenschule sei eine „reiche Schule“

Liebe Eltern, Schüler, Kollegen und Freunde,

In der Öffentlichkeit kursieren zum Teil falsche Informationen über die finanzielle Lage unserer Schule. Bitte beachten Sie die nachstehenden Informationen zu unserem angeblichen Reichtum, der in öffentlichen Verlautbarungen an den bei uns bilanzierten „Rücklagen“ und „Rückstellungen“ festgemacht wird. Dies geschieht zunehmend in irreführender Weise.

Zum Begriff der Rücklagen:

Der Begriff „Rücklagen“ wird völlig falsch interpretiert. Es wird verbreitet, dass es sich hierbei um verfügbare finanzielle Mittel, also Bargeld, Bankguthaben, Wertpapiere etc. handeln würde.

Wenn dem so wäre, dann stünden diese Posten auf der Aktivseite unserer Bilanz und wir hätten in der Tat auf lange Sicht alle Finanzfragen gelöst.

Fakt ist, dass die in der Bilanz ausgewiesenen sog. „Baurücklagen“ mitnichten ein verfügbares Vermögen darstellen. Bei diesem Betrag handelt es sich um ein bedingtes Eigenkapital, um einen Posten, der anzeigt, was der Schulverein dem Land Baden Württemberg von den in den siebziger Jahren gewährten Zuschüssen für den Schulbau (knapp 50% der Gesamtbaukosten, die andere Hälfte wurde durch Eltern und Lehrer aufgebracht) zurückzuzahlen hätte, falls in den Gebäuden kein Unterricht mehr stattfinden würde, die Schule, der Verein, also aus irgendeinem Grund den Betrieb einstellen müsste.

Die Höhe dieses als“Baurücklagen“ausgewiesenen Betrages (dieser Schuld gegenüber dem Land B.W.) reduziert sich jährlich um 2%, so dass nach Ablauf von 50 Jahren der Anspruch des Landes auf Rückzahlung des an den Schulbetrieb gebundenen Zuschusses erlischt.

Diese Rücklagen sind also nicht als Bargeld oder sonstige verfügbare Mittel vorhanden, sondern sind fest in den Gebäuden der Schule gebunden. Ihre Darstellung erfüllt lediglich bilanzielle Erfordernisse!

Zum Begriff der Rückstellungen:

Grundfalsch ist es, wenn unsere bilanziellen Rückstellungen als Vermögen bezeichnet werden, was ebenfalls immer wieder öffentlich geschieht. Rückstellungen sind das Gegenteil von Vermögen, nämlich Verbindlichkeiten bzw. Schulden, deren exakte Höhe und Fälligkeit noch nicht bekannt sind.

Zu unserem Bargeld und Bankguthaben:

Um unsere laufenden finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können, haben wir selbstverständlich Bargeld und Bankguthaben. Unsere Sicherheit ist z. Zt. eine Mindestreserve für ungefähr einen Monat, wenn nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommt. Hierbei handelt es sich um das Mindeste was eine Schule und ein Kindergarten mit insgesamt rd. 570 Kindern braucht, um ihren Auftrag zu erfüllen. Alles andere wäre unverantwortlich.

Robert Manger
27.02.2010

Zuschuss-Streichung

Gemeinderatsmitglieder im ELF

Die Gemeinderatsmitglieder sind der Einladung des ELF gefolgt und waren am  Montag, den 01. März 2010 zu einer gemeinsamen Sitzung an der Schule. Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen von CDU, SPD und den GRÜNEN kamen zum intensiven Austausch über die Folgen für unsere Schule und das Bildungswesen Reutlingens, für den Fall, dass die Verwaltung ihren Streichvorschlag gegenüber der Politik durchsetzen kann.

Die besonders wichtigen Punkte des Abends waren:

  1. Die Gründung, Entwicklung, das Profil und die Stellung der FGS als Teil des öffentlichen Schulwesens der Stadt Reutlingen.
  2. Darstellung der Finanzierung unserer Schule, mit dem Schwerpunkt falsche Informationen über die Vermögenslage unserer Schule richtigzustellen.
  3. Darstellung des wirtschaftlichen und kulturellen Nutzens unserer Schule für die Stadt Reutlingen.
  4. Gespräch und Diskussion, mit persönlichen Erklärungen von Eltern und Lehrern.

gez. Robert Manger
02.03.2010