Pressemitteilung zur Zuschusskürzung
der Stadt Reutlingen

Die Freie Georgenschule reagiert auf die Sparbeschlüsse der Stadt. Der Vorstand der Freien Georgenschule beschließt eine Sonderzahlung der Eltern, um die städtische Zuschusskürzung auszugleichen.

Der Reutlinger Gemeinderat hat Ende März die geplante Komplett-Streichung der städtischen Zuschüsse für die Freie Georgenschule mit einem klaren Votum in eine Kürzung umgewandelt. Der seit Schulgründung (über 60 Jahre) gewährte Zuschuss wurde halbiert. So entstand bereits im laufenden Haushalt 2010 der Schule ein Defizit von mehr als 41.000 Euro.

Damit die Schule ihre Personalverträge erfüllen kann und auch weiterhin die pädagogischen Leistungen erbringen kann, müssen die Eltern den Fehlbetrag zusätzlich zum regulären Schulgeld auffangen.

Dem Vorstand des Schulvereins blieb keine andere Wahl: jedes Elternhaus muss noch im Juni mit einer Sonderzahlung von 100 Euro rechnen. Darüber hinaus müssen weiter Kosten eingespart werden, z.B. durch die Übernahme zusätzlicher Reinigungsdienste der Eltern in den Klassenzimmern. Diese Beschlüsse wurden anlässlich der Mitgliederversammlung im Mai den betroffenen Eltern erläutert. Dem Vorstand ist bewusst: für die meisten Eltern ist damit die Belastungsgrenze erreicht. Mit weiteren Erhöhungen beim Schulgeld wird vielen Schülern der freie Zugang zum Bildungsgang der Waldorfschule verwehrt.

Ein Kostenvergleich mit anderen Schulen zeigt, dass die Freie Georgenschule auch unter wirtschaftlichen Aspekten sehr effektiv arbeitet. Der Vorstand appelliert daher nochmals eindringlich an die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung und Politik, keine Streichungen im Bildungsbereich zuzulassen. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass die aktuelle Kürzung nicht von Dauer ist, da sich die Freie Georgenschule bislang als Bestandteil der Reutlinger Schullandschaft sieht, wirtschaftlich arbeitet und gute Ergebnisse vorweisen kann.

Reutlingen steht für Kinder- und Jugendfreundlichkeit.

Robert Manger 07121 / 9279 23
10. Juni 2010