Buchbinden und Schriftgestaltung
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Schriftgestaltung und Kartonage-Epoche
Das Buchbinden ist Teil der handwerklich-künstlerischen Fächer in der Oberstufe. Es beginnt in der 11. Klasse mit Kartonagearbeiten z. B. Mappen und Kästchen, dann in der 12. Klasse mit dem eigentlichen Buchbinden.
Eng damit verbunden ist die Epoche der Schriftgestaltung in der 10. Klasse. Hier erfährt der Schüler die Entwicklung der Schrift und deren Schriftträger: Ausgehend von den Höhlenmalereien auf Felswänden, der Keilschrift auf Tontafeln, den Hieroglyphen auf Papyrusrollen bis hin zur heutigen Schrift und dem Buch. Im praktischen Teil werden einerseits exakt auszuführende kalligraphische Übungen mit Tusche und Feder geübt, die stark Form bildend wirken, andererseits werden Aufgaben gestellt, bei denen mit Schrift frei gestaltet werden kann und von dem Schüler Kreativität und Phantasie erfordern.
In der Kartonageepoche in der 11. Klasse gilt es zuerst an kleinen Arbeiten die technische Handhabung der Werkzeuge zu erlernen, das Material zu erproben und ein Gefühl für dessen Verwendungs- und Gestaltungsmöglichkeit zu entwickeln. Außerdem wird vermittelt was bei der Verarbeitung von Papier, Karton, Pappe und Buchbinderleinen beachtet werden muss. Doch auch der künstlerische Sinn wird geschult:: Buntpapiere werden in verschiedenen Techniken hergestellt und für die Einbände der Mappen und Kästen passend zum Gewebe angebracht. Dabei entwickelt sich ein Empfinden für farbliche Harmonie und gute Proportionen.
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Pädagogischer Leitgedanke
Der junge Mensch soll sich, wie auch die gegebene Welt, bei der künstlerisch praktischen Tätigkeit stark erleben und wird dadurch zum Schöpfer. Er fühlt konkret, verfügbares Wissen ist die Ernte kreativer Tätigkeit.
Diese Brücke zu sinnstiftender Tätigkeit bietet Befriedigung und darf als ein Baustein und Quell für den eigenen Lebensentwurf bezeichnet werden.


