Epochen in Klasse 6

Deutsch

Das Kind soll ein Stilgefühl für den Gebrauch des Konjunktivs sowohl beim Sprechen, als auch beim schriftlichen Formulieren entwickeln. Aus dem Schreiben einfacher Briefe gehen leichte, anschauliche Geschäftsbriefe hervor. Lese- und Erzählstoff sind zum Beispiel die Sagen Roms und Sagen und Erzählungen der Völker seit dem Aufstieg und Fall Roms bis zum Mittelalter.

Geschichte

In der Geschichte wird die Zeit vom Aufstieg und Fall Roms bis zum Ausklang des Mittelalters dargestellt. Besondere Beachtung findet dabei der Kulturimpuls, der von Rom ausging und Europa bis heute beeinflusste, zum Beispiel auf den Gebieten der Sprache, der Lebenskultur und des Rechtswesens.

Geographie

Es werden die Länder unserer europäischen Nachbarn behandelt. Dabei gehen wir aus von der geographischen Beschaffenheit. Gebirge, Tiefländer, geologische Gesichtspunkte, Bodenschätze und Gewässer bilden die Grundlage für das Verständnis von Siedlungsgewohnheiten und wirtschaftlicher Entwicklung. Übergang zu Darstellungen klimatischer und himmelskundlicher Verhältnisse. Künstlerisches Empfinden soll die Darstellung von Landkarten oder die Modelle von Landschaften prägen.

Naturkunde

In der Pflanzenkunde lernen die Schüler Pflanzenfamilien kennen. Die Gemeinsamkeiten und besonderen Merkmale, zum Beispiel der Lilien-, Hanhnenfuß- oder Rosengewächse, rücken ins Blickfeld.

In der Geologie werden die Mineralien in ihrem geographischen Zusammenhang betrachtet. Es sollen beispielsweise lebendig-anschauliche Vorstellungen gebildet werden von dem Unterschied, der zwischen einem Kalkgebirge und einem Granitgebirge besteht.

Physik

Die Schüler dieser Alterstufe sind bereit für kausale Zusammenhänge. In der ersten Physik-Epoche sehen sie Versuche, sie beobachten und beschreiben die Phänomene und erleben daran die Gesetzmäßigkeiten.

Über musikalische Eindrücke gelangen die Schüler zur Akustik. Das Farbig-Malerische, das seit der ersten Klasse gepflegt wird, eröffnet den Weg zu den Licht- und Farberscheinungen und damit zur Optik. Der physikalische Aufbau des Auges soll jedoch einer späteren Altersstufe vorbehalten bleiben. Es schließen sich an in grundlegender Weise Wärmelehre, Magnetismus und Elektrizitätslehre. Wichtig ist in allen Fällen, dass die Gesetzmäßigkeiten niemals theoretisch, sondern immer am Erleben der Phänomene entwickelt werden.

Rechnen

Die Behandlung der Prozent- und Zinsrechnung wird neu eingeführt, Wechsel- und Diskontrechnung geübt. Erste Entwicklung einer Formel, indem man für die Komponenten der Zinsrechnung Buchstaben einsetzt, z.B.: Z = Zins, K = Kapital, P = Zinssatz, T = Beleihungszeit. Daraus ergibt sich die Formel Z = K * P * T / 100

Geometrie

Die eher künstlerisch gehaltene Freihandgeometrie des fünften Schuljahres geht nun über in ein verstandesmäßiges Erfassen geometrischer Grundformen wie Dreieck, Quadrat oder Kreis. Die Schüler konstruieren mit Zirkel und Lineal. Gesetzmäßigkeiten werden erkannt und angewandt.

Zeichnen

Die Schüler sollen eine lebendige Vorstellung davon entwickeln, wie Licht und Schatten sich an einem Gegenstand verhalten. Der Gesichtspunkt der Konstruktion steht dabei nicht im Vordergrund, vielmehr sollen die Schüler erleben, wie sich Technisches und Schönes in künstlerischer Gestaltung vereinen lassen.

Bernd Kettel

Die Epochen in den einzelnen Klassen

Die Beschreibung der einzelnen Epochen orientiert sich stark am Lehrplan Caroline von Heydebrands. Er fasst die Ausführungen Rudolf Steiners in sehr freilassender und anregender Form zusammen.
 

Epochen Klasse 1
Epochen Klasse 2
Epochen Klasse 3
Epochen Klasse 4

Epochen Klasse 5
Epochen Klasse 6
Epochen Klasse 7
Epochen Klasse 8