Gartenbau-Unterricht

an der Freien Georgenschule

Als Rudolf Steiner zum Beginn des 20. Jahrhunderts am Lehrplan für die freien Waldorfschulen arbeitete, fand sich auch das Fach „Gartenbau“ im dem Fächerkanon.

Die erste Begegnung mit dem Fach Gartenbau findet in der 3. Klasse statt. Die Drittklässler erleben in der Epoche „Vom Korn zum Brot“ den gesamten Prozess von den Aussaatarbeiten im Herbst bis zur Ernte, dem Drusch und dem anschließenden Verbacken des Mehls zu einen Brot vor und nach den Sommerferien. Die Kinder erfahren unmittelbar, wie viel Arbeit in einem Brot steckt.

Der reguläre Unterricht beginnt in der 6. Klasse. Die Kinder kommen wöchentlich für zwei Unterrichtsstunden. Im Vordergrund stehen zunächst die klassischen Herbstarbeiten: das Ernten und die Verarbeitung des Ernteguts, das Abräumen der Beete, die Aussaat einer Gründüngung, den Rückschnitt der Sträucher, Büsche und Bäume und vieles andere mehr. Im Frühjahr geht es an die Aussaat von Blumen und Gemüse. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten im weiteren Verlauf an allen Aufgabestellungen, die im Verlauf eines Vegetationsjahres anfallen. Dabei werden verschiedene Techniken im Umgang mit dem Boden, den Pflanzen und den verschiedenen Werkzeug vermittelt.

Diese Arbeit setzt sich in der 7. Klasse in ähnlicher Weise fort. Die Aufgaben werden allerdings anspruchsvoller und die jeweiligen Arbeitsgruppen übernehmen nun verstärkt eigene Verantwortung für ihre Tätigkeit.

Für die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse geht es für jeweils 1/3 des Schuljahres um vielfältige Arbeiten im Schulgelände. Verschiedene Staudenbeete und die gesamte Außenanlage der Schule werden gepflegt oder neu angelegt. Die Erfahrungen aus der 6. und 7. Klasse werden in möglichst selbständiges Arbeiten umgesetzt.

An Tagen mit sehr schlechtem Wetter wird im Unterrichtsraum an theoretischen Themen gearbeitet. Wissenswertes über das Bodenleben, die Kompostwirtschaft, die angebauten Kräuter und vieles anderes mehr wird zusammengetragen und in ein Arbeitsheft niedergeschrieben. Seit dem Sommer 2007 verwerten wir viele Kräuter und Gewürze aus unserem Garten. Eigenes und gespendetes Obst wird zu Marmeladen, Gelees, verschiedenen Säften und Trockenobst verarbeitet und am jährlichen Bazar Ende November zum Verkauf angeboten.

Die 9. Klasse arbeitet im Bereich Garten- und Landschaftsbau. Jeweils 12 - 14 Schülerinnen und Schüler arbeiten für etwa sechs Wochen an einem ausgesuchten Projekt. Die anstehende Aufgabenstellung und die einzelnen Arbeitsschritte werden gemeinsam erarbeitet, geplant und durchgeführt. Im Rahmen eines solchen Projekts wurden zum Beispiel ein Fahrradhof und der Oberstufenpausenhof neu gestaltet.

Ludwig Schmidt

Rudolf Steiner

regte biologisch-dynamische Bewirtschaftungsweise zur Pflege eines Gartens an. Diese wird auch im Schulgarten der Freien Georgenschule praktiziert. Dabei erleben die Schüler den Jahresrhythmus in der Natur, werden zu ökologisch verträglichem Verhalten angeleitet und auf die Probleme des Umweltschutzes aufmerksam gemacht.

 

 

  • Schüler bei der Pflege der Außenanlagen
  • Schüler legen Wege an
  • Schülerinnen bauen eine Kompostanlage
Ludwig Schmidt
Ludwig Schmidt