Werken
Ein wesentlicher Bereich des handwerklich-künstlerischen Unterrichtes an der Freien Georgenschule ist das Gestalten mit Holz.
In der Holzwerkstatt lernen die Kinder ab dem Beginn der 5. Klasse den praktischen Umgang mit diesem lebendigen Material kennen. Nach und nach entwickeln sie dabei ein Gespür für die spezifischen Charaktereigenschaften der verschiedenen Holzarten, die sich beispielsweise in Struktur, Farbe und Geruch unterscheiden.
Mädchen und Jungen erarbeiten sich beim Schnitzen, Sägen oder Spalten Fertigkeiten in der Handhabung der Werkzeuge und Kenntnisse über deren unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten.
Vom Entwerfen bis zum Herausarbeiten der Form des Werkstückes wechseln die Schüler zwischen Tun und Betrachten, sind körperlich und geistig immer in Bewegung – eine Schulung des Willens und der praktischen Intelligenz, an dessen Ende die „Form als zur Ruhe gekommene Bewegung“ steht.
So entstehen in den Klassen 5, 6 und 7, mit zunehmender Geschicklichkeit und wachsendem Bewusstsein für Form und Material, ästhetisch gestaltete Gegenstände, Spielzeug und Objekte, so zum Beispiel Strickleitern und Kreisel, Rührlöffel, unterschiedlichste Tierformen, Schatullen und Schalen in verschiedenen Größen.
Wichtig ist für die Kinder dabei die Erfahrung, mit den eigenen Händen etwas Schönes zu schaffen, was wirklich benutzt werden kann – ein Stück Persönlichkeitsbildung.
Mit der Entwicklung der Heranwachsenden, zur Pubertät hin, wandeln sich auch die Inhalte des Werkunterrichtes. In der 8. Klasse tritt mit dem Schreinern ein neues Element auf:
Nun werden in methodischen Arbeitsschritten verschiedene Verbindungstechniken der Holzverarbeitung erlernt und in individuellen Möbelstücken umgesetzt. Nach sorgfältiger Planung von Form, Funktion und Größe des Werkstückes kann mit der Arbeit begonnen werden. Der präzise Umgang mit den Handwerkzeugen des Schreiners verlangt dabei von den Jugendlichen ein hohes Maß an innerer und äußerer Disziplin, die genaue Abfolge der einzelnen Arbeitsgänge gibt dem Denken Struktur.
Nach einer längeren Pause erproben die jungen Erwachsenen in der Schreinerepoche der 11. Klasse ihr handwerkliches Können aufs Neue: die gezinkte Eckverbindung soll hier als Verbindungstechnik in einem Möbelstück umgesetzt werden.
Zu Beginn der 12. Klasse haben Schüler, welche die Fachhochschulreife als Abschluss anstreben, die Möglichkeit, als praktisches Fach Schreinern zu wählen und über einen längeren Zeitraum ein hochwertiges Möbel selbständig zu planen und herzustellen. Hier entstehen unter anderem Schreibtische, Stehpulte, Schubladen- oder Kleiderschränke.
Peter Vogel
Nach sorgfältiger Planung von Form, Funktion und Größe des Werkstückes kann mit der Arbeit begonnen werden. Der präzise Umgang mit den Handwerkzeugen des Schreiners verlangt dabei von den Jugendlichen ein hohes Maß an innerer und äußerer Disziplin, die genaue Abfolge der einzelnen Arbeitsgänge gibt dem Denken Struktur.

