Klassenfahrt 3. Tag • Di 27.05.08

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Heute Morgen blinzelte um 6:15 Uhr die Sonne durch die Wolken, die Temperaturen waren milder, der Wind blies nicht mehr so schneidend. Wir wollten heute etwas früher aufstehen, weil unser Projekt in der Seehundstation bereits um 9:30 Uhr begann. Als ich um 6:30 Uhr die Zimmer der Jungs betrat, schliefen sie noch tief und fest. Das war anders, als am Tag zuvor. Da hatte man schon ab 6:00 Uhr Stimmen vernehmen können.

Der Küchendienst hatte schon am Abend zuvor alle Tische gedeckt, damit an diesem Morgen alles reibungslos verlaufen konnte. Um 7:15 Uhr versammelten wir uns im Speisesaal, frühstückten, richteten uns Lunch-Pakete und brachen um 8:15 Uhr zu unserem Spaziergang zur Seehundstation auf. Für eine Strecke von etwa viereinhalb Kilometern brauchten wir gut eine Stunde. Die meisten Schüler packten das problemlos, einzelne Schüler hatten aber auch damit zu kämpfen, weil selbst ein so kurzer Fußmarsch ungewohnt für sie war. Dennoch hielten sie durch und erreichten mit den anderen das Ziel.

In der Seehundstation begannen wir heute mit unserer Projektarbeit. Die Schüler wurden in Gruppen eingeteilt, welche verschiedene Beobachtungsaufgaben zum Verhalten der Seehunde und Robben durchführen sollten. Die Ergebnisse der einzelnen Gruppen werden morgen zusammengetragen und in einer Präsentation vorgestellt.

Gegen 12:15 Uhr war die Arbeit beendet und wir traten den Rückmarsch an. Nach der Ankunft in der Neulandhalle hatten die Kinder Freizeit und nutzten sie gerne. Das Wetter war mild, sie lagerten sich auf der großen Rasenfläche, spielten Fußball oder vertrieben sich sonstwie die Zeit.

Für den Abend hatten wir einen Bernsteinschleifer gebucht. Er kam gegen 19:30 Uhr zu uns und schliff mit uns Bernsteine. Das Ergebnis dieser Arbeit können die Kinder mit nach Hause nehmen.

Eine Besonderheit unseres Aufenthaltes, die uns in leichte Schwierigkeiten brachte, war folgende: der Busunternehmer, die Seehundstation, der Kutterkapitän, der Wattführer und der Bernsteinschleifer wollten nichts von Überweisungen oder Scheckkarten wissen. Sie wollten Bargeld sehen, das ich nicht hatte. Zwar waren diese Kosten in unserem Etat eingeplant, jedoch hatte ich Barzahlungen in diesem Umfang - insgesamt etwa 1500 Euro - nicht in Betracht gezogen. Ein Geldautomat kam nicht in Frage, da dort pro Tag nur 500 Euro abgehoben werden konnten.

Freundlicherweise fuhr mich Herr Runge, der Heimleiter, in die nächste Ortschaft zu einer Sparkasse. Dort musste ich bei meiner Sparkasse in Reutlingen anrufen und eine so genannte Blitzüberweisung beantragen. Nach einer guten halben Stunde wurde der Eingang des Geldes registriert und ich bekam die Summe ausbezahlt. Unsere gebuchten Unternehmungen waren gerettet.

Aufgabenstellung

Die Schüler wurden in Gruppen eingeteilt und erhielten Beobachtungsaufgaben in den verschiedenen Bereichen der Seehundstation.

 

Multimedia-Saal der Seehundstation
Multimedia-Saal
Projektarbeit
Projektarbeit
Projektarbeit
Projektarbeit
Seehundstation von der Wetterbake aus
Blick von der Wetterbake