Klassenfahrt 9. Tag • Mo 02.06.08
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Der letzte Tag brach an. Der Omnibus, der uns nach St. Michaelisdonn ("Sankt Michel", wie die Einheimischen sagen) bringen sollte, war für 10:00 Uhr angekündigt. Wir frühstückten also um 7:30 Uhr, anschließend brachten wir Frau Runge, der Heimleiterin, die uns die ganze Zeit über grandios versorgt und in der Organisation unterstützt hatte, ein Ständchen dar. Wir sangen für sie auf Wunsch der Klasse "I am sailing" und "Leaving on a jet plane". Bei diesem Lied hatten wir den Refrain umgedichtet. Es sah so aus, als sei Frau Runge gerührt gewesen, wir hoffen, es hat ihr gefallen.
Nachdem die Lunch-Pakete gerichtet waren, packten wir die letzten Reste in die Koffer und Taschen und schafften alles auf den Platz vor dem Haupthaus. Dann wurde ein letztes Mal gefegt und geputzt, zum Schluss folgte die Abnahme durch die Heimleiter. Sie inspizierten gründlich und waren zufrieden. Das war auch kein Wunder, denn am Vortag hatte Frau Sartorius einen Putzwettbewerb veranstaltet. Die ordentlichsten Zimmer waren mit Preisen ausgezeichnet worden.
Pünktlich um 10:00 Uhr kam der Bus. Herr und Frau Runge kamen mit auf die Straße, um sich zu verabschieden. Frau Runge wurde gedrückt und wir dankten ihr nochmals herzlich für die schöne Zeit, die wir bei ihr verbringen durften. Die Neulandhalle kann man wirklich für jede Klassenfahrt weiterempfehlen. Dann fuhren wir ab. In Sankt Michel hielt der Bus vor dem Bahnhof. Wir luden unser Gepäck aus und ich fragte alle Schüler, ob sie auch nichts vergessen hätten. Dann fuhr der Bus davon. In diesem Augenblick durchfuhr es mich wie ein Blitz: ich hatte meine Jacke auf dem Sitz liegen lassen, samt Fotoapparat und Handy.
Frau Sartorius und ich rannten dem Bus hinterher, wir winkten und schrieen laut, aber er schien uns nicht zu hören. Frau Sartorius konnte wesentlich schneller rennen, als ich. Dabei pfiff sie noch in vollem Lauf durch die Finger, dass es von den Hauswänden wiederhallte. Am Ende der Straße blieb der Bus stehen. Es sah so aus, als hätte der Fahrer uns bemerkt. Es war jedoch nur die rote Ampel, die ihn zum Halten veranlasst hatte. Als Frau Sartorius beinahe auf gleicher Höhe mit ihm war, fuhr er weiter. Mich packte Verzweiflung. Das fing ja gut an.
Frau Sartorius jedoch schaltete blitzschnell. Hinter dem Bus hatte ein blauer VW-Passat gehalten. Am Steuer saß eine Dame, die den Vorgang beobachtet hatte. Frau Sartorius fragte sie, ob sie dem Bus folgen würde. Die Dame willigte ein, Frau Sartorius sprang auf den Beifahrersitz und die Verfolgungsjagd begann. Die Kinder waren so überrascht, dass leider niemand daran dachte, die Szene zu fotografieren.
Nun ging ich zurück zum Bahnhof und wartete bei den Kindern. Es verging etwa eine Viertelstunde, dann kehrte der blaue Passat zurück, die Dame lächelte und Frau Sartorius hielt Jacke und Kamera hoch. Die Klasse klatschte begeistert Beifall. Der Bus war offenbar so schnell gefahren, dass es unserer Retterin nicht gelungen war, ihn zu überholen. Auch hatte es eine ganze Weile gedauert, bis der Busfahrer endlich die wilden Blink- und Lichthupensignale bemerkte. Aber sie hatte nicht aufgegeben.
Nun war alles wieder im Lot. Der Zug brachte uns nach Heide und von dort nach Hamburg Altona. Dort bestiegen wir den ICE nach Stuttgart fahrplanmäßig. Ich lehnte mich entspannt zurück. Nun konnte kaum noch etwas schief gehen. Alle Kinder waren wohlbehalten samt Gepäck eingestiegen. Ich setzte eine Telefonkette in Gang und ließ ausrichten, dass wir voraussichtlich pünktlich zu Hause ankommen würden. Das hätte ich lieber nicht tun sollen.
Kurz nach Hamburg hielt der ICE auf freier Strecke an. Per Durchsage wurden die Fahrgäste informiert, dass auf der Strecke eine Weiche defekt sei, die repariert werden müsse. Als das geschehen war, fuhren wir weiter. Aber bald darauf hielt der Zug erneut an. Ein Böschungsbrand sei gemeldet worden, man bitte den Aufenthalt zu entschuldigen, wurde uns mitgeteilt. Mit einer Verspätung von 45 Minuten fuhren wir endlich weiter. Doch dann hielt der Zug noch einmal an. Ein Schaden am Zug selbst sei entdeckt worden, die Reparaturarbeiten seien im Gange, man entschuldige sich für die Verspätung, sagte die Stimme aus dem Lautsprecher. Die Verspätung betrug mittlerweile fast eine Stunde.
Nachdem auch dieser letzte Schaden behoben war, setzten wir die Reise ohne weitere Zwischenfälle fort und erreichten Stuttgart gegen 19:25 Uhr. Im Zuge unserer Pechsträhne mussten wir feststellen, dass der Anschlusszug nach Reutlingen abgefahren war, bevor wir das Gleis hatten erreichen können. Also warteten wir bis 20:16 Uhr. Dieser Zug brachte uns nach Reutlingen, wo wir um 20:48 Uhr eintrafen. Als alle ausgestiegen und ihren Familienangehörigen in die Arme gefallen waren, fuhr der Zug ab. Nun mussten wir feststellen, dass eines der Mädchen seinen Rucksack im Zug vergessen hatte... jedoch konnte das mit den Verantwortlichen am Bahnhof geklärt werden.
Und hier noch der
Schullandheim Rap
Herr Kettel machte die meiste Organisation
das war sicher schwer und dafür danken wir ihm sehr.In den ersten drei Tagen waren wir in der Seehundstation.
Dort erstellten wir unsere Präsentation.
Ob Juris, Mareike oder Deern wir hatten sie alle gern.Am Donnerstag war'n wir Kutter fahr'n.
Die Mannschaft fing uns Garnelen die durften wir essen und mussten sie schälen.Auf dem Deich da weideten Schafe.
Und die Salzwiese war reich an Salzwiesenstrandwegerichgallrüsselkäferschlupfwespenlarven.Am nächsten Tag ging es ins Watt, vom essen waren wir noch satt.
Da machte es flatsch und wir lagen im Matsch.
Wir liefen eine ganze Strecke ganz gerade und ohne Ecke.
Da kam eine klein Riesenschnecke und surfte unter der Wasseroberfläche und war somit die schnellste Schnecke.Heut warn wir dann noch am Strand da gab es leider keinen Sand.
Dann versuchten die Jungs Frau Sartorius zu packen
sie hat nichts besseres zu tun als sich den Aaron zu schnappen,
der verschwand kurz drauf unter der kalten Dusche.Das Essen in der Neulandhalle war immer gut. Süßes gab's im Kiosk zu kaufen.
'S gab auch welche, die betrachteten das als Spiel und aßen davon viel zu viel.
Und dann bekamen wir Kioskverbot.Bald war unser Zuckerzeug leer, wir wimmerten rum wir haben nichts mehr!
Dann endlich durften wir wieder was kaufen und begannen wieder hin zu laufen.Und dann noch ein Dankeschön an Frau Runge
Rabea und Liliane








