Dia-Show Vorbereitung zur Vorstellung 2011 (Klick in die Bildmitte)
1. Warum machen wir Zirkus?
Unser Hauptanliegen ist es, etwas für die sinnvolle Bewegung der heutigen Kinder zu tun. Im Turnunterricht lässt sich seit mehreren Jahren ein Verlust an Beweglichkeit bei den Kindern feststellen. Springen, Hüpfen, überhaupt das natürliche Bewegen kann man heute nicht mehr als gegeben voraussetzen. Dies hat viele Gründe, z.B. Verkehr, zu wenig Spielräume, Fernsehen, Computer u.a.
2. Zirkuskünste gegen Bewegungsmangel
Wir haben mit unserem Zirkusprojekt versucht, einen Raum für die Kinder einzurichten, in dem sie zum einen etwaige fehlende Bewegung nachholen können, aber auch einen Spielraum finden für kreative Arbeit an sich selbst und mit anderen Kindern. Dazu kommt aber auch ein gezieltes Arbeiten an einzelnen Künsten, zu denen die Kinder sich hingezogen fühlen (wir bieten 24 Zirkuskünste an).
3. Basale Sinneserfahrungen - Lernhilfe
Mit dieser Zirkusarbeit sollen den Kindern basale Sinneserfahrungen vermittelt werden, denn gerade diese sind es, die das Lernen positiv beeinflussen und Auswirkungen in das soziale Feld des Kindes und späteren Erwachsenen haben.
4. Gleichgewicht – auch im Leben
Ein Bereich ist z.B. das Gleichgewicht: In der Arbeit am Hochseil, auf der Leiter bei den Pyramiden oder auf dem Einrad wird das Gleichgewichthalten geübt. Erlebtes Gleichgewicht im kindlichen und jugendlichen Alter kann die Voraussetzung für das Gleichgewichthalten im sozialen Leben sein. Auch Standfestigkeit wird in den Pyramiden geübt.
5. Jonglieren - Förderung der Konzentration
Die zirzensischen Übungseinheiten wie Jonglage, Rola Bola u.a. beanspruchen von dem Kind eine starke Konzentration.
6. Fähigkeiten schulen durch Vielfalt
Durch die Vielfalt des Angebotes können die Kinder ihre eigenen Fähigkeiten entdecken und erfahren und sich darin schulen. Das vermittelt ihnen ein Selbstvertrauen durch das Erlebnis der Beherrschung des eigenen Körpers. Vielfach wird vermutet, dass diese Selbstwahrnehmung und Selbstbeherrschung eine Prävention für Drogen sein kann. Daneben bieten die vielfältigen Angebote des Zirkus den Kinder die Möglichkeit sich mit einem neuen „Gerät“ zu beschäftigen, die Möglichkeiten damit zu entdecken und mit eigener Kreativität neue Nummern zu entwerfen und zu gestalten.
7. Teamarbeit - Vertrauen festigen
Manche Zirkuskünste festigen das Vertrauen in die Gemeinschaft. So erleben die Kinder in der Pyramide ein „sich tragen lassen“ bzw. den „anderen zu tragen“. Hier ist eine große Verlässlichkeit aufeinander unverzichtbar. Der „Untere“ muss eine sichere Grundlage bieten, der „Obere“ muss Sorgfalt walten lassen, denn er darf den Tragenden nur an bestimmten Stellen „betreten“. – Auch beim Abspringen muss aufgepasst werden. So hat jeder „seinen“ Part zu leisten und den anderen „im Bewusstsein zu behalten“. Hier schult sich soziale Wahrnehmung und soziales Engagement.
8. Rhythmus – sicheres Lebensgefühl
Rhythmus ist ein wichtiges Element in der Erziehung des Kindes, um ihm ein sicheres Lebensgefühl zu geben. Als besonderes Element kann der große Bereich Jonglage – z.B. Tücher, Bälle, Keulen, Diabolo, Devilstick - angesehen werden.
9. Mut
Auch Mut und Überwindung wird bei vielen Künsten gebraucht. So ist es nicht selbstverständlich, mit einem Feuerdiabolo zu spielen oder eine brennende Fackel zu jonglieren. Der Respekt vor dem Feuer muss überwunden werden.
10. Gemeinsames Lernen und Üben in der Gruppe
Neben diesen engeren Gesichtspunkten, die sich auf das Erlernen der Zirkuskünste beziehen, liegen uns vor allem noch zwei Bereiche am Herzen:
- Zum einen das soziale Lernen in der Gruppe, denn im Lernen der Gruppe wagen sich Kinder an Aufgaben heran, denen sie sich von sich aus nicht stellen würden.
- Zum anderen lassen sich die jüngeren Kinder gerne von den größeren Schülern anleiten. Dieses altersübergreifende Element ist von großer sozialer Bedeutung in der Schule.
Zudem erleben die Kinder, wie die Erwachsenen einerseits die Leitung und Führung der Gruppe haben und wie der Erwachsene andererseits ihr Helfer im Hintergrund ist. Außerdem sind Kinder und Erwachsene oftmals gleichzeitig Übende und Lernende.
11. Fehler machen dürfen
In unserer Gesellschaft ist es überwiegend verpönt, Fehler zu machen. Dass man aber aus Fehlern lernen kann, das zeigen wie selbstverständlich die zirzensischen Künste. So heißt es nicht ohne Grund beim Jonglieren, „wenn ein Ball herunterfällt, bist du einen Schritt weiter“.
12. Anerkennung erleben
Die Kinder erleben bei den verschiedenen Auftritten, als ganze Zirkustruppe oder in kleinen Gruppen Anerkennung für geleistete Übung und gezeigtes Können. Das ist für die Kinder oft eine tiefe Befriedigung und „gibt ihnen Kraft für das andere“ , wie eine Schülerin formulierte.
13. Höhepunkt: Picobellos Geburtstag
Einen Höhepunkt der Zirkusarbeit stellt die jährliche Geburtstagsfeier von Zirkus Picobello dar. Über das Jahr arbeiten drei Schülereltern beim Training mit. Außerdem hat sich eine Elterngruppe gebildet, die für unsere Kostüme verantwortlich ist. Zu den Aufführungstagen tritt eine Gruppe von etwa 20 Eltern zusammen, die für die Ausgestaltung des Saales und die Verköstigung der Akteure und Gäste zuständig ist. So gestaltet sich der Zirkusgeburtstag zu einem Höhepunkt im Schulleben.
[ zur Gala 2004 ]
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Bilder aus dem Trainingsprogramm
Mit dieser Zirkusarbeit sollen den Kindern basale Sinneserfahrungen vermittelt werden, denn gerade diese sind es, die das Lernen positiv beeinflussen und Auswirkungen in das soziale Feld des Kindes und späteren Erwachsenen haben.

























































































